Eine ambulante Zusatzversicherung kann den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkasse aufstocken

Mit dem Abschluss einer privaten Zusatzversicherung kann der gesetzlich Versicherte den Status eines Privatpatienten erlangen, zumindest was den ambulanten Bereich angeht. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt bei einer ambulanten Behandlung durch den Arzt nur den gesetzliche festgesetzten Regelsatz. Weiterhin dürfen nur Behandlungen in Anspruch genommen werden, die auch im gesetzlichen Leistungskatalog enthalten sind. Ist das nicht der Fall oder liegen die Kosten weit über der Gebührenordnung für Ärzte, so muss die Mehrbelastung grundsätzlich vom Versicherten getragen werden.

Eine ambulante Zusatzversicherung kann in diesem Bereich Abhilfe schaffen, denn, je nach Art und Ausgestaltung des gewählten Tarifs, übernimmt die private Versicherung die Kosten, die über dem Regelsatz liegen. Voraussetzung dafür ist aber, dass die Behandlung wirklich ambulant stattfindet und nicht in einem Krankenhaus. Behandlungen, die während eines Krankenhausaufenthalts des Versicherungsnehmers gemacht werden, fallen auf gar keinen Fall unter den Versicherungsschutz einer ambulanten Zusatzversicherung.

Gesetzlich Versicherte können somit in den Genuss einer hochwertigeren Behandlung kommen, die sonst nur Privatpatienten gewährt wird. Doch auch Medikamente sind im Leistungsumfang einer ambulanten Zusatzversicherung enthalten, was den Versicherungsnehmer unter Umständen von hohen Zuzahlungskosten befreien kann. Die private Versicherung übernimmt auch die Kosten für Medikamente, die schon lange nicht mehr von der gesetzlichen Krankenkasse gezahlt werden. So haben auch Versicherte, die nicht über eine freiwillige Mitgliedschaft verfügen und somit nicht zu einer privaten Krankenkasse wechseln können, die Möglichkeit, ihren Versicherungsschutz umfassend aufzustocken.


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Im Falle einer ambulanten Zusatzversicherung greift das Kostenerstattungsprinzip

Die Höhe des Beitrags einer ambulanten Zusatzversicherung richtet sich nach dem gewählten Tarif, Geschlecht, Eintrittsalter und Gesundheitszustand der zu versicherten Person. Sollte eine schwere Vorerkrankung vorliegen, so kann die Versicherung einen Risikozuschlag erheben. Ebenso kann der private Versicherer einen Antrag auch generell ablehnen, sollte die Erkrankung ein zu großes Risiko darstellen. Ist die Mitgliedschaft in einer ambulanten Zusatzversicherung geglückt, so muss erst noch eine Wartezeit abgewartet werden, die in den meisten Fällen drei Monate beträgt.

Erst nach Ablauf dieser Zeit tritt der Versicherungsschutz für den Versicherungsnehmer in Kraft. Einige Punkte sollte der Versicherte dann beim nächsten Arztbesuch beachten. Abgerechnet werden die erbrachten Leistungen nun nach einem anderen Prinzip, was der Versicherungsnehmer der jeweiligen Arztpraxis mitteilen muss. Bei gesetzlich Versicherten gilt das Sachleistungsprinzip, dass heißt, der Arzt verpflichtet sich dazu, nur medizinisch notwendige Leistungen anzuwenden und mit der gesetzlichen Krankenkasse abzurechnen.

Bei einer ambulanten Zusatzversicherung kommt dagegen das Kostenerstattungsprinzip zum Tragen. Der Arzt hat eine größere Freiheit in seinen Behandlungsmethoden und darf auch zusätzliche Leistungen, die nicht im gesetzlichen Katalog verankert sind, anzuwenden. Die Behandlung muss also nicht mehr nur zwangsläufig zweckdienlich, wirtschaftlich, ausreichend und notwendig sein.

Die Rechnung des Arztes wird bei beiden Krankenkassen vorgelegt

Ist eine Behandlung erfolgt, so erhält der Versicherungsnehmer eine Rechnung vom Arzt, die er zuerst bei seiner zuständigen gesetzlichen Krankenkasse vorlegt. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt dann den gesetzlichen Anteil an den erbrachten Leistungen. Danach wird die Rechnung der ambulanten Krankenversicherung vorgelegt, die nun die restlichen Kosten übernimmt, sofern es in den vertraglichen Bedingungen nicht anders vereinbart worden ist. Um Neukunden zu locken, warten viele private Versicherungsgesellschaften mit zusätzlichen Leistungen oder günstigen Einsteigertarifen auf.

Ein gründlicher Vergleich lohnt sich daher, denn nur auf diese Weise kann es gelingen, einen günstigen und umfassenden Tarif zu finden. Manche Einstiegsangebote können sich im Nachhinein als teure Mogelpackungen erweisen. Ein Tarifrechner zeigt die monatliche Prämie an und die Leistungen, die bei den einzelnen Gesellschaften geboten werden. So hat der Verbraucher einen Überblick über die verschiedenen Angebote und kann sich über die einzelnen Leistungen informieren.

Manche Tarifvergleiche zeigen auch die unterschiedlichen Wartezeiten an, so dass der gesetzlich Versicherte gleich sehen kann, wie lange er auf die Wirkung der ambulanten Zusatzversicherung warten muss. Sofern der Versicherte es möchte, werden auch Angebote aufgelistet, die zusätzlich noch eine Beitragserstattung gewähren, wenn die vertraglich zugesicherten Leistungen über einen bestimmten Zeitraum nicht in Anspruch genommen worden sind. Aber auch andere zusätzliche Gratifikationen werden bei verschiedenen Anbietern gewährt, die ein gründlicher Vergleich dem Versicherten aufzeigen kann.

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