Fliesen an Böden und Wänden erneuern

Im Zuge einer Innensanierung kann es auch notwendig werden, die Fliesen am Boden oder an der Wand zu erneuern, denn im Laufe der Jahre können diese reißen oder die Fugen brechen aus. Bevor die neuen Fliesen verlegt werden können, muss allerdings der alte Belag entfernt werden, was keine leichte Aufgabe ist und mit einer immensen Entwicklung von Schmutz und Staub verbunden ist. Daher ist es wichtig, den betreffenden Raum im Vorfeld abzudichten, damit kein Staub und Dreck nach außen dringen kann. Türen werden beispielsweise mit dicken Planen abgehängt und die Ritzen abgeklebt.

 

Um Fliesen zu entfernen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, wobei die Wahl des Werkzeugs generell davon abhängt, wie viel Fliesen entfernt werden sollen. Bei einzelnen Fliesen genügen meist ein Hammer und ein Handmeißel, mit dem sich die Kacheln leicht aus dem Fugenbett herauslösen lassen. Allerdings sollte dabei mit großer Sorgfalt vorgegangen werden, damit die benachbarten Fliesen nicht beschädigt werden. Sollen größere Flächen entfernt werden, so empfiehlt sich der Gebrauch einer so genannten Vibrationssäge, die sehr schonend die Fliesen lockert, die dann leicht aus der Wand oder dem Boden herausgehoben werden können.

 

Klebe- oder Fugenreste können dann entweder mit einer Stahlbürste entfernt werden. Erst ganz zum Schluss empfiehlt sich der Einsatz einer Schleifmaschine, die den Untergrund ausgleicht, Unebenheiten beseitigt, so dass die neuen Fliesen angebracht werden können.


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Das passende Werkzeug kann bei Bedarf gemietet werden

Handelt es sich um eine sehr große Fläche, so ist der Einsatz eines elektrischen Meißelhammers empfehlenswert, der mit hohem Druck die alten Fliesen zerstört. Das notwendige Gerät muss aber nicht zwangsläufig gekauft werden, da es meist nur für eine begrenzte Zeitspanne gebraucht wird, sondern kann ganz einfach im Baumarkt oder Fachhandel ausgeliehen werden.

 

Sind die alten Fliesen oder Bodenbeläge entfernt, kann mit dem Aussuchen der passenden Fliesen begonnen werden. Grundsätzlich gilt, dass Bodenfliesen auch für die Anbringung an der Wand geeignet sind, aber dies ist nicht zwangsläufig notwendig. Glasierte Fliesen sind widerstandsfähiger und verfügen über eine hohe Abriebfestigkeit, so dass die Oberfläche auch größeren Strapazen standhält.

 

Beim Verlegen von glasierten Fliesen sollte darauf geachtet werden, dass die Glasur nicht beschädigt ist oder wird, denn sonst kann Wasser in den Ton eindringen und diesen porös werden lassen. Stein- und Keramikfliesen eignen sich zum Gebrauch bei Fußbodenheizung, da sie sowohl die Wärme weiterleiten als auch speichern können. Sollte eine Fußbodenheizung vorliegen, so sollte auf dieses Detail bereits beim Kauf der Bodenfliesen geachtet werden.

Beim Kauf der Fliesen großzügig kalkulieren

Flexibler Fliesenkleber oder Fugenmörtel eignet sich für alle Fliesensorten und kann auch an Wänden verwendet werden. Allein bei der Verlegung auf Trockenestrich sollte darauf geachtet werden, dass es sich um eine Mischung handelt, die zusätzlich noch Anteile von Kunststoff enthält. Auch hier sollte, wie bei den Fliesen grundsätzlich etwas mehr gekauft werden, als auf der Packung angegeben ist, um einen eventuellen Nachkauf zu verhindern. Wände, die aus Gips oder Putz bestehen, müssen vorher mit einer speziellen Grundierung behandelt werden, damit die Fläche den Fliesenkleber annimmt und die Fliesen eine optimale Haftung an der Wand haben.

 

Im Spritzwasserbereich, also rund um Wanne und Dusche, muss zusätzlich mit einem Abdichtanstrich gearbeitet werden, während die Rohrausgänge mit Abdichtmanschetten versehen werden. Der Fliesenkleber wird dann in der ersten Reihe angebracht, aber immer nur soviel, wie man in ungefähr 15 Minuten bearbeiten kann, da der Kleber schnell aushärtet. Im Handel sind vorgefertigte Fliesenkreuze erhältlich, die eine genaue Positionierung der Fliesen ermöglichen. So können die Fliesen in ordentlichen, sauberen Reihen verlegt werden, ohne dass Unebenheiten im Muster auftreten.

 

Bei der Verlegung kann auch ein so genannter Verlegeplan sehr hilfreich sein, denn auch so kann die gewünschte Symmetrie und Geradlinigkeit erreicht werden. Der Verlegeplan wird vor dem Arbeitsprozess erstellt und berücksichtigt den jeweiligen Grundriss des Raumes. Bei Pfeilern oder Mauerkanten wird beispielsweise immer an der Außenkante begonnen. Erst wenn der Bodenbelag ausgehärtet ist, können schließlich die Fliesen an den Wänden angebracht werden, auch wieder gestreng nach dem angefertigten Verlegeplan. 

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