Bulimie - Allgemeine Informationen und Ursachen

Hilfe bei Bulimie

Die Bulimie oder Bulimia nervosa zählt zu den Essstörungen und wird auch oft als Ess-Brech-Sucht bezeichnet. Es wird zwischen zwei Typen unterschieden, dem so genannten Purging-Typ, bei dem die Betroffenen nach Essattacken zu Abführmitteln greifen oder erbrechen und den so genannten Non-purging-Typ, bei dem die Betroffenen zwischen den Essattacken fasten und übermäßig viel Sport treiben, anstatt zu erbrechen oder Medikamente zu nehmen. Im Gegensatz zu Patienten, die unter Magersucht oder der so genannten Binge-Eating-Störung (Essstörung, bei der die Betroffenen innerhalb von kürzester Zeit eine Menge Nahrungsmittel zu sich nehmen) leiden, sind von Bulimie Betroffene meistens normalgewichtig. Die Bulimie tritt überwiegend bei Frauen und bei unter 22-Jährigen auf.

 

Die Ursachen einer Bulimie sind oft nicht so leicht herauszufinden, da sie nicht in einer Situation, sondern oftmals in der gesamten Lebensgeschichte der Betroffenen auftreten. Die Bulimie wird auch als multifaktorielle Erkrankung bezeichnet, was bedeutet, dass sie aus einem Zusammenspiel mehrerer Auslöser entsteht. Diese Auslöser sind eine Kombination aus psychologischen, vererbten, biologischen, sozialen, umgebungsbedingten und familiären Faktoren. Oft geht ein Ereignis voraus, das den Betroffenen belastet. Das kann der Tod eines Angehörigen oder eine sonstige überfordernde Situation sein. Auch traumatische Erlebnisse in der Kindheit oder Jugend können diese Essstörung auslösen. Auch das verbreitete Schönheitsideal trägt zur Entwicklung einer Essstörung bei, um diesem Ideal zu entsprechen.


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Symptome und Diagnose einer Bulimie

Typische Anzeichen für eine Bulimie sind wiederholte Essanfälle. Während dieser Anfälle nehmen die Betroffenen innerhalb von sehr kurzer Zeit große Mengen an meist kohlehydrat- und kalorienhaltigen Nahrungsmitteln wie Chips, Kuchen, Schokolade, etc. zu sich. Eine Aufnahme von bis zu 10.000 Kalorien ist hierbei keine Seltenheit. Die Essattacken können mehrmals wöchentlich, manchmal auch täglich auftreten. Um den enormen Verbrauch an Lebensmittel zu verdecken, kaufen die Betroffenen in vielen Supermärkten jeweils nur kleine Mengen ein. 20 Prozent der Betroffenen begehen sogar Ladendiebstahl, um sich Lebensmittel zu besorgen. Eine weiteres Symptom ist die so genannte Körperschemastörung, bei der die Betroffenen sich selbst als dicker wahrnehmen als sie sind.

 

Jemand, der unter Bulimie leidet, beschäftigt sich als übermäßig intensiv mit seinem eigenen Gewich und ihre Figur ist hierbei sehr wichtig bzw. sogar entscheidend für ihr Selbstwertgefühl. Die den Essattacken folgende Gewichtszunahme empfinden sie als sehr bedrohlich, weswegen sie versuchen, diese durch Erbrechen oder abführende und harntreibende Mittel zu verhindern. Die Diagnose einer Bulimie erfolgt meistens anhand der Symptome und eine physische Untersuchung. Ein ausführliches Gespräch mit den Betroffenen zusammen mit jemandem, der ihnen nahesteht ist hilfreich, um das Essverhalten und das bestehende Körperbild einzuschätzen. Andere Anzeichen wie schadhafte Zähne, geschwollene Speicheldrüsen oder Veränderungen an den Händen können bei der Diagnose helfen.

Ursachen, Therapie und Prophylaxe von Bulimie

Die Therapie einer Bulimie verläuft im Allgemeinen ambulant. Ein Aufenthalt im Krankenhaus ist erst dann vonnöten, wenn es medizinische Komplikationen gibt, eine große psychische Belastung besteht oder die ambulante Behandlung nicht anschlägt. Weiterhin wird nicht die Essstörung an sich, sondern die körperlichen Beschwerden (Elektrolytstörungen, etc.) behandelt. Da bei der Entwicklung einer Bulimie von tieferen psychologischen Ursachen ausgegangen wird, besteht die Therapie vor allem in der Behandlung dieser psychischen Störung, um auf verhaltensbedingter Ebene den Weg aus der Bulimie und dem Suchtverhalten zu finden. Langfristig muss die Therapie außerdem darauf abzielen, das Essverhalten und die eigene Wahrnehmung zu ändern. Es muss nicht nur auf eine ausreichende Zufuhr von Kalorien, sondern auch auf eine angemessene Zusammensetzung und die zeitliche Verteilung der Nahrung geachtet werden. Auch eine ausführliche Aufklärung über die mögliche Mangelernährung erfolgt im Rahmen der Therapie.

 

Bei diesem „Ernährungsmanagement“ ist es vor allem wichtig, die Betroffenen genau zu beobachten, da sie sich zwar scheinbar auf die Ernährungsumstellung einlassen, aus Angst vor der Gewichtszunahme jedoch anfangen, gewichtsreduzierende Maßnahmen durchzuführen. In manchen Fällen wird dann aus einer Bulimia nervosa eine Magersucht. Es ist unmöglich, einer Bulimie vorzubeugen. Jedoch kann man im Freundeskreis oder der Familie die Augen offen halten, ob sich jemand anders verhält und diesem eine Beratung nahezulegen. Durch frühzeitiges Erkennen können die Ausprägung und der Verlauf der Essstörung positiv verändert werden.

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