Informationen zur Dystonie

Dystonie

Bei der Dystonie leidet der Betroffene unter unwillkürlichen und nicht steuerbaren und teilweise langanhaltenden Muskelkontraktionen, die entweder bestimmte Muskeln, Teile des Körpers oder den ganzen Körper beeinflussen. Dabei führen die Betroffenen sehr auffällige Bewegungen aus oder nehmen eine merkwürdig aussehende Haltung ein. Durch die unwillkürlichen und teilweise eigenartig aussehenden Bewegungen sind die Betroffenen oftmals sozial isoliert und zu der eigentlichen Erkrankung kommen noch psychische und seelische Probleme hinzu. Die Dystonie selbst kann unterschiedlich stark sein.

 

Einige Betroffene schränkt sie nicht oder nur wenig in ihrem Leben ein, während sie bei anderen zu starken Schmerzen und anderen Gesundheitsproblemen, z.B. durch Fehlhaltungen verursachten erhöhten Gelenkverschleiß, führen kann. Auch Sehbehinderungen bis hin zur Blindheit können die Folge sein, wenn die Muskulatur am oder um das Auge herum betroffen ist. Die Dystonie kann schon in frühester Kindheit auftreten oder auch im mittleren Erwachsenenalter mit einer Häufigkeit von 30-40 Betroffenen pro 100.000 Einwohnern. Die Erkrankung verläuft wellenförmig mit Krankheitsphasen und Zeiten der Remission. Setzt die Krankheit schon in jungen Jahren ein, erreicht sie ihren Höhepunkt im Allgemeinen im 50. Lebensjahr.


Suchen Sie in unserer Datenbank:

Ursachen und Symptome von Dystonie

Die genauen Ursachen der Dystonie sind noch nicht alle bekannt, aber medizinisch wird sie als Nervenstörung eingeordnet. Im Gehirn sind bestimmte Regionen für die Koordinierung der willentlichen Bewegungen zuständig. Dafür kommunizieren die verschiedenen beteiligten Nervenzellen über Nervenimpulse miteinander. Bei der Dystonie scheint die Kommunikation zwischen diesen Nervenzellen gestört zu sein und das löst dann die unwillkürlichen Bewegungen aus. Interessant ist, dass durch bestimmte äußere Reize (Antippen an einem bestimmten Punkt) eine deutliche Milderung der Symptome eintritt. Bei der primären Dystonie kann man den Eintritt der Erkrankung auf keinerlei erkennbare äußere Auslöser zurückführen und es wird eine erblich bedingte Ursache angenommen. Man spricht auch von idiopathischer Dystonie. Im Gegensatz dazu steht die sekundäre Dystonie, die beispielsweise als Folge einer schweren Verletzung auftritt.

 

Bei der Dystonie wird eine Störung innerhalb der Basalganglien vermutet. Das sind Hirnregionen, die unter anderem im Gehirn für die Steuerung der Bewegungsabläufe im Körper verantwortlich sind. Viele andere Krankheiten, die als Basalganglienerkrankung bekannt sind, eine Störung des Bewegungsablaufes verursachen (z.B. Parkinson).

 

Je nach Umfang der befallenen Muskeln bzw. Muskelregionen erfolgt eine weitere Einteilung. Die fokale Dystonie beschränkt sich auf eine, die segmentale auf zwei benachbarte Regionen. Die halbseitige erfasst eine Körperhälfte und die generalisierte den gesamten Körper.

Vorbeugung und Therapie von Dystonie

Eine Heilung dieser Erkrankung ist aktuell nicht möglich, da die Ursache immer noch nicht genau bekannt ist. Ebenso gibt es keine Möglichkeit der Vorbeugung. Eine Behandlung zielt daher auf eine Linderung der Symptome. Dabei werden verschiedene Verfahren, je nach Schwere und Ausprägung der Erkrankung angewandt.

 

Bei Betroffenen mit fokaler Dystonie wird mit Hilfe der lokalen Injektionsbehandlung ein Gift, das sogenannte Botulinumtoxin eingesetzt, um die Reizübertragung von den Nerven an bestimmte Muskeln zu blockieren. Der Muskel wird dadurch gelähmt und die unwillkürliche Bewegung gestoppt. Die Behandlung führt fast umgehend zum Erfolg und die Wirkung des Botulinumtoxins hält ungefähr 3 Monate an, bevor es vom Körper wieder abgebaut worden ist. Gerade bei fokaler Dystonie ist diese Behandlung am erfolgversprechendsten, auch wenn als Nebenwirkung durchaus Lähmungserscheinungen an angrenzenden Muskeln auftreten können.

 

Medikamente können die Symptome nicht gänzlich eindämmen, da sie nicht auf bestimmte Körperregionen begrenzt werden können. Daher wird meistens ein zentralwirksames Medikament eingesetzt, welches in den Stoffwechsel des Gehirns eingreift. Das aber kann wiederum zu unerwünschten Nebenwirkungen führen, die den gesamten Körper betreffen.

 

Mit Hilfe des so genannten Denervierungsverfahrens wird der Muskel operativ von den zuleitenden Nervenbahnen getrennt. Dies bewirkt eine Lähmung des Muskels.

Als unterstützende Maßnahme hat sich zum einen die Krankengymnastik als beste Möglichkeit erwiesen, um den Betroffenen zu helfen, die unwillkürlichen Bewegungen selbst weitestgehend zu unterdrücken. Keinesfalls wird eine Fixierung der Körperregionen empfohlen, da diese zumeist zu einer Verschlechterung der Situation führen. Eine unterstützende psychotherapeutische Behandlung hilft den Betroffenen, aus ihrer sozialen Isolation herauszufinden und auch mit Stresssituationen besser umgehen zu können. Denn die psychischen Belastungen führen ebenfalls zu einer weiteren Verschlechterung und können die Symptome verstärken.

Fit ab 50

Richtig versorgt, dann auch fit mit 50.

Hier einmal reinschauen

Enkelsparplan

Die richtige Vorsorge für Ihren Enkel.

Enkelsparplan hier!

Darmreinigung

Gesundheit kommt von innen.

Darmreinigung!

Zellbehandlung

Wenn die Zellen geschädigt sind, kann Salvestrole unterstützend helfen.

Hier gleich bestellen!