Heizen mit Erdgas: modernisieren und sparen

Erdgas ist die am meisten genutzte Energieform in Deutschland. Etwa die Hälfte aller Haushalte heizt mit Erdgas. Allerdings wird auch hier weiter mit steigenden Kosten zu rechnen sein, ist doch der Gaspreis an den Ölpreis gekoppelt und eine Loslösung nicht in Sicht ist. Wer also weiter mit Erdgas heizen möchte, dennoch aber langfristig Kosten einsparen will, sollte über eine Modernisierung der bestehenden Heizungsanlage nachdenken. Das Stichwort heißt: Brennwerttechnik.

 

Während bei alten Geräten ein Nutzungsgrad des Erdgases von ca. 65 % erreicht wird, steigt dieser bei einer modernen Anlage mit Brennwerttechnik auf fast 100 % an. Dadurch wird eine Energieersparnis von bis zu 30 % erreicht. Wie funktioniert das? Alte Heizkessel entlassen die heißen Abgase ungehindert durch den Schornstein in die Atmosphäre. Das bedeutet nicht nur erhebliche Schadstoffemissionen, sondern auch, dass ein großer Teil der erzeugten Wärme verloren geht. Mit Hilfe der Brennwerttechnik werden nun die Abgase herabgekühlt, um die im Wasserdampf enthaltene Verdunstungswärme freizusetzen. Die verbleibenden Abgase sowie das Kondensat werden neutralisiert und dann abgeführt. So wird zusätzliche Wärme gewonnen, gleichzeitig wird der Energieverbrauch reduziert und es werden weniger Schadstoffe ausgestoßen.

 

Ein weiterer Vorteil der Erdgasheizung ist der geringe Platzbedarf. Die Energie wird direkt ins Haus geliefert, es werden keine Brennstofflager benötigt. Die kompakte Heizungsanlage kann ganz nach Belieben überall im Haus untergebracht werden.


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Biogas – die heimische Alternative

Wer sich für eine Gasheizung mit Brennwerttechnik entscheidet, kann sowohl mit herkömmlichem Erdgas, als auch mit Biogas heizen. Biogas wird aus Biomasse gewonnen, die wiederum sowohl aus pflanzlichen und tierischen Abfällen (Gülle, Mist), wie auch aus Energiepflanzen (beispielsweise Mais) gewonnen wird. Die Abfallprodukte werden in eine Biogasanlage gebracht, zerkleinert und werden dann in einem Tank durch Wärmezufuhr zum Gären gebracht. Durch das Vergären der Biomasse entsteht Biogas (hauptsächlich Methan), das jedoch erst noch gereinigt und aufbereitet werden muss, bevor es ins Erdgasnetz eingespeist werden kann.

 

Die Abfallstoffe, die bei der Biogasproduktion entstehen, werden wiederum als Düngemittel in der Landwirtschaft eingesetzt. Mit Bioerdgas kann ganzjährig eine regenerative Energiequelle genutzt werden, denn es lässt sich – anders als Solar- und Windenergie – ständig produzieren und auch speichern. Mit dieser heimischen Energieform macht sich der Verbraucher von Energieimporten ein Stück weit unabhängiger, außerdem können so die Richtlinien des Erneuerbaren Energien Wärmegesetzes erfüllt werden. Danach müssen bei einer Sanierung der Heizungsanlage 10 % des Energiebedarfs aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden. Diese Verordnung wird auf Länderebene jedoch unterschiedlich gehandhabt, also gilt es, sich im Vorfeld gründlich zu informieren.

Unterstützung der Erdgasheizung mit Solartechnik

Um den Energiebedarf zu senken ist zunächst einmal eine gute Dämmung der Wohneinheit erste Voraussetzung. Im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen greifen auch hier die Anforderungen der EnEV (Energieeinsparverordnung), die eine effektive Dämmung von Fenstern, Fassaden und Dächern vorschreibt. Damit kann der Gesamtwärmebedarf von Haus aus geringer veranschlagt werden und die Heizungsanlage kann dementsprechend kleiner ausfallen, was geringere Investitionskosten und Betriebskosten nach sich zieht. Noch mehr Energie kann eingespart werden, wenn die Erdgasheizung an eine Solaranlage gekoppelt wird.

 

Dabei kann die Sonnenenergie in erster Linie zur Warmwasserbereitung oder auch zur Unterstützung der Heizung genutzt werden. Eine Kollektorfläche von ca. 0,8 bis 1,5 m² pro Person und ein entsprechend großer Warmwasserspeicher können den Warmwasserbedarf eines Haushalts über viele Monate im Jahr hinweg decken. Erst wenn die Solarenergie nicht mehr reicht, werden andere Energiequellen angezapft. Dadurch können bis zu 50 % der Energiekosten eingespart werden. Soll mit der Solaranlage nicht nur Warmwasser bereitet werden, sondern auch die Heizungsanlage unterstützt werden, muss die Kollektorfläche größer gewählt werden. Zählt bei solchen Investitionen zunächst auch der Schutz für Umwelt und Klima etwas mehr, wird es sich doch langfristig auch finanziell bezahlt machen.

 

Zudem unterstützt der Staat sowohl die Sanierung einer alten Heizungsanlage, als auch die Installation einer Solaranlage. Fördermittel werden vom Bund und auch auf Länderebene zur Verfügung gestellt. Auch einzelne Energieversorger winken bei Umstellung auf eine moderne Heizungsanlage mit einem Bonus. Eine Übersicht über regionale und überregionale Förderprogramme bietet die Fördermittelauskunft der Initiative „Erdgas pro Umwelt“.

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