Heizungssanierung – die Qual der Wahl

Welche Heizung soll man einbauen

Sie möchten Ihre Energiekosten deutlich herunterfahren? Sie möchten effizient und umweltbewusst heizen? Sie müssen Mietwohnungen oder andere Gebäude entsprechend der neuen EnEV (Energieeinsparverordnung) sanieren? Bei der Erneuerung der Heizung stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Doch bevor Sie sich für eine neue Heizung entscheiden, gilt es zunächst den neuen Heizwärmebedarf zu ermitteln. Da im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen die Richtlinien der EnEV greifen, mag sich der benötigte Wärmebedarf durch verbesserte Dämmung an Fenstern, Dach oder Fassade womöglich drastisch verringern.

 

Dann steht die Frage an, ob der Brennstoff gewechselt werden soll. Vielleicht möchten Sie von Öl oder Gas auf erneuerbare Energien umsteigen? Benötigen Sie ohnehin auch neue Heizkörper und denken daher über eine Infrarotheizung nach? Möchten Sie sich über Pelletheizung, Solar- oder Erdwärme informieren? Inzwischen gibt es auch die Möglichkeit, verschiedene Energiesysteme miteinander zu kombinieren, um so möglichst effizient und umweltbewusst zu heizen. Doch ganz gleich, wofür Sie sich entscheiden, haben Sie Sorge zu tragen, dass die Normen der EnEV eingehalten werden. Auch Handwerksbetriebe, die Sie für Sanierungsmaßnahmen beauftragen sind verpflichtet, die Richtlinien einzuhalten, was sie mit der Abgabe einer Unternehmererklärung bestätigen.


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Gas, Öl oder Pellets?

Zwar gehören Ölzentralheizungen noch nicht der Vergangenheit an, doch sind es insgesamt nur etwa 29 % aller Haushalte in Deutschland, die mit Öl heizen. Schuld daran sind sicherlich die steigenden Ölpreise sowie hohe Schadstoffemissionsraten, vor allem bei älteren Heizungen. Doch auch eine Ölzentralheizung kann energiesparend und umweltbewusst saniert werden. Dank moderner Brennwerttechnik kann die in den Abgasen enthaltene Kondensationswärme entzogen und zurückgeführt werden; es wird ein Nutzungsgrad des Heizöls von bis zu 98 % erreicht. Das kann eine Energieeinsparung von bis zu 30 % bedeuten.

 

Spitzenreiter unter den Energielieferanten ist das Erdgas. Knapp die Hälfte aller deutschen  Haushalte nutzt diese Energieform. Auch hier bietet eine Heizungssanierung erhebliches Sparpotential. Wie beim Öl ermöglicht auch beim Gas die Brennwerttechnik, die Wärme aus Abgasen zurückzuführen und so erheblich Energie und Kosten einzusparen. Ein weiterer Vorteil: Erdgas-Brennwertgeräte sind platzsparend überall im Haus aufzustellen, ein extra Vorratsbehälter für Brennstoff wird nicht benötigt.

 

Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich Heizsysteme, die erneuerbare Energien nutzen. Eine Möglichkeit ist die Holzpelletheizung. In der Anschaffung und Installation ist dieses Heizsystem zwar kostenintensiver als beispielsweise ein Öl- oder Erdgasbrennwertgerät, dafür punktet die Pelletheizung mit weniger Verbrauchskosten, sowie weniger Schadstoffemissionen. Auf lange Sicht gesehen, und unter Berücksichtigung der steigenden Energiekosten auf dem Erdöl- und Erdgasmarkt, kann sich die Anschaffung einer Pelletheizung also durchaus lohnen.

Erdwärme, Solartechnik & Infrarotheizung

Immer mehr Bauherren greifen bei der Sanierung von bereits bestehenden Gebäuden und Wohnungen auf Heizsysteme mit erneuerbaren Energien zurück. Dabei stehen die Nutzung von Erdwärme und Solartechnik im Vordergrund. Dabei ist Solartechnik  nicht nur etwas für sonnenverwöhnte, südliche Länder. Auch hierzulande entstehen Solarparks und tauchen auf immer mehr Dächern Sonnenkollektoren auf.

 

Vielleicht kann nicht ganzjährig der komplette Wärmebedarf eines Haushalts durch Sonnenenergie gedeckt werden, doch lässt sich die Solarheizung hervorragend mit anderen Heizsystemen wie Pellet-, Öl- oder Gasheizung kombinieren. Eine andere Alternative sind Wärmepumpen, die Energie aus Erde, Wasser oder Luft gewinnen und als Wärme dem Wasserkreislauf der Heizung zuführen. Dafür werden Erdsonden oder Wärmekollektoren eingesetzt. Ein Saug- und Schluckbrunnen gewinnt Wärme aus dem Grundwasser und auch die Außenluft kann als Wärmelieferant genutzt werden. Über einen Ventilator kann Luft angesaugt und abgekühlt wieder an die Umgebung abgegeben werden.

 

Wer kein zentrales Heizsystem sucht, sondern nur einzelne Räume effektiv beheizen möchte, kann auch über den Einsatz einer Infrarotheizung nachdenken. Bei diesem Heizsystem wird nicht die Raumluft erwärmt, die sich dann oftmals unter der Decke sammelt, sondern die Strahlungswärme wird von Menschen und Gegenständen direkt aufgenommen und auch wieder abgegeben. So entsteht ein äußerst angenehmes Raumklima, das beispielsweise Allergikern und Asthmatikern sehr entgegen kommt. Geringe Investitionskosten, geringer Platzbedarf und moderate Betriebskosten sind Pluspunkte für eine Infrarotheizung.

Wer sich im Rahmen einer Innensanierung auch für ein neues Heizsystem entscheidet, sollte sich in jedem Fall vorab ausführlich über die verschiedenen Möglichkeiten, sowie über staatliche Förderungen informieren. Ein Vergleich lohnt sich. 

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