Vollen Versicherungsschutz nutzen – aber bitte keine Selbstbeteiligung

Die Deutschen haben ein extrem hohes Sicherheitsbedürfnis. In kaum einem anderen Land erlebt das Versicherungswesen deshalb einen solchen Boom wie in der Bundesrepublik Deutschland. Gebäude- und Hausratversicherer laufen dabei ebenso offene Türen ein wie die Anbieter von betrieblichen und privaten Haftpflichtversicherungen.

Ein Blick auf die unterschiedlichen Angebote, besonders die jüngsten, zeigt, dass die Versicherungen immer weniger große Lebensbereiche abdecken. Vielmehr gewinnen Gesellschaften an Boden, die sehr gezielt auf kleinere Versicherungslücken zielen. Groß im Rennen sind derzeit die Anbieter, die Hausbesitzern Versicherungen für ihre Photovoltaikanlagen auf dem Dach offerieren. Welche Versicherungen für den eigenen Lebensbereich sinnvoll sind und welche nicht, muss jeder Versicherungsnehmer für sich selbst entscheiden.

Richtig ist aber in jedem Fall: Jeder Versicherte sollte in regelmäßigen Zeitabständen seine Policen genauestens studieren und entscheiden, welche Versicherung für seine aktuelle Lebenssituation noch passend ist, welche aber vielleicht fehlt. Ein Beispiel: Hat ein Hundehalter seinen Hund abgeschafft, braucht er keine Hundehaftpflicht mehr. Hat er sich stattdessen ein Haus angeschafft, ist eine Wohngebäudehaftpflicht unerlässlich. Viele wünschen sich die Sicherung ihres Eigentums, möchten aber von zusätzlichen Kosten freigehalten werden. Nur keine Selbstbeteiligung im Schadensfall. Aber ist das immer richtig? 


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Selbstbeteiligung – oft ein Rechenexempel

„Mit oder ohne Selbstbeteiligung?“ Diese ist eine der am häufigsten gestellten Fragen bei der Überlegung, eine neue Versicherung abzuschließen. Der Gedanke ist verlockend: Nach einem Auffahrunfall mit dem schönen neuen Auto haben die Werkstätten eine hohe Reparatursumme ermittelt. Die privaten Rücklagen sind dürftig. Die Vollkaskoversicherung tritt ein, schließlich hat man eine Selbstbeteiligung ausgeschlossen. Der Fall scheint erledigt. Doch so einfach ist es wieder einmal nicht.

Durch das Ausschließen einer Selbstbeteiligung zahlt der Versicherte einen höheren Grundbeitrag zu seiner Kfz- Haftpflichtversicherung als derjenige, der gleich eine Selbstbeteiligung vereinbart. Diese ist in der Höhe in allen Versicherungsbereichen inzwischen Verhandlungssache. Der Versicherungsnehmer hat stets die Wahl zwischen unterschiedlichen Beträgen. Nach dem Unfall wird die Versicherung den Unfallfahrer bei der Neufestlegung des Schadensfreiheitsrabatts für unfallfreies Fahren herunterstufen. Das bedeutet, der Schadensfreiheitsrabatt wird geringer, die Höhe des neuen Beitrags steigt. Dass solche Situationen finanziell vielleicht klüger zu regeln sind, darauf kommen nur wenige. Wer aber mit dem spitzen Bleistift rechnet, könnte schnell zu einem Ergebnis kommen, dass die privaten Finanzen ent- statt belastet. Der Versicherungsbeitrag, der bei vielen Versicherungsarten ohne Selbstbeteiligung anfällt, kann um bis zu 25 Prozent über dem Regelsatz mit einer Selbstbeteiligung liegen. Entscheidet sich ein Versicherungsnehmer nun, doch eine Selbstbeteiligung zu wählen, spart er diese Mehrkosten, die, sicher angelegt, dann sogar noch Zinsen bringen.

Selbst wenn er nach einem Schadensfall beispielsweise von der Kfz-Versicherung zurückgestuft wird, errechnet sich die Beitragserhöhung nun im Verhältnis zu dem bisher gezahlten Beitrag. Die Erhöhung fällt also moderater aus als ohne die Selbstbeteiligung. Auch diese zusätzliche Ersparnis kann, wiederum zinsbringend angelegt, das private Portemonnaie entlasten. Der so angesparte „Notgroschen“ kann im Schadensfall als Selbstbeteiligung genutzt werden. Aber wie oft geschieht so ein Unfall?

Die Vorsorgeversicherung – ohne Selbstbeteiligung rundherum sicher?

Seit einiger Zeit werben Versicherer mit einer neuartigen Versicherung, deren Sinn sich meistens erst beim zweiten Hinsehen wirklich erschließt. Die so genannte „Vorsorgeversicherung“ greift in den Bereichen betriebliche und private Haftpflichtversicherung. Dort werden Risiken versichert, die vertraglich genau festgelegt sind. Außerhalb dieses Rahmens austretende Schadensfälle fallen nicht unter die Leistungspflicht der Unternehmen. Die Leistungen orientieren sich an den Risiken, die in der aktuellen Lebenssituation des Versicherten aktuell bestehen. Der neue Denkansatz für die Vorsorgeversicherung: Lebensumstände können sich auch kurzfristig ändern. Nicht jede Änderung sollte Grund für eine zeitaufwändige Vertragsänderung sein.

Also kalkulieren die  Versicherer ein, dass ein bestehendes und im Vertrag dokumentiertes Risiko weitere neue Risiken nach sich ziehen kann. Dafür werden keine neuen erhöhten Beiträge erhoben, sie sind mitversichert. Aber wer braucht eine solche Versicherung nun wirklich? Sie wendet sich in erster Linie an Menschen, deren Lebenssituation sich oft ändert und unterschiedliche Risikosituationen beinhaltet. Natürlich lassen sich die Gesellschaften diesen Service auch mit entsprechenden Beiträgen bezahlen. Schnell und unkompliziert ist ein Leistungsvergleich im Internet. Damit lassen sich unnötig hohe Beiträge vermeiden. 

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