Kinderlähmung - Allgemeine Informationen und Ursachen

Kinder beim Arzt

Als Kinderlähmung oder Polio bezeichnet man eine sehr ansteckende Infektionskrankheit, die unbehandelt zu Lähmungen und sogar zum Tod führen kann. In den meisten Fällen sind Kinder zwischen drei und acht Jahren, in selteneren Fällen auch Erwachsene betroffen. Eines der bekanntesten Opfer der Poliomyelitis ist wohl der 32. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Franklin D. Roosevelt, der die Forschung während seiner Amtszeiten wesentlich gefördert hat. Durch die inzwischen mögliche Impfung ist Kinderlähmung seit einigen Jahrzehnten nur noch selten aufgetreten.

Die Impfbereitschaft der Gesellschaft nimmt inzwischen wieder ab. Um das Risiko für einen erneuten Ausbruch einer Epidemie von Kinderlähmung in Europa zu senken, ist es wichtig, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene einen ausreichenden Impfschutz vorweisen können. Als Ursache für die Kinderlähmung kommen die so genannten Polioviren in Frage. Es gibt drei verschiedene Typen (I, II, und III), die hochansteckend sind. Kinderlähmung wird vor allem über die so genannte fäkal-orale Ansteckung übertragen. Das bedeutet, dass die Erreger durch die Aufnahme von Getränken oder Nahrungsmitteln übertragen werden, die mit dem Kot von Infizierten verunreinigt sind. Eine Übertragung über Tröpfcheninfektion kommt nur in sehr seltenen Fällen vor.

Wenn die Viren erst einmal übertragen wurden, vermehren sie sich im Körper und lösen erste Symptome der Krankheit aus, die noch nicht wirklich erkennbar sind (erste Phase). Danach dringen die Viren in das zentrale Nervensystem des Menschen ein und lösen dort die zweite Phase der Polio aus. Die Inkubationszeit bei Kinderlähmung, das heißt die Zeit von der Infektion bis zum endgültigen Ausbruch der Krankheit liegt bei 3 bis 35 Tagen. 


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Symptome und Diagnose bei Kinderlähmung

Eine Infektion mit dem Erreger der Kinderlähmung läuft in den meisten Fällen völlig frei von Symptomen ab. Wenn es Krankheitsanzeichen gibt, sind drei unterschiedlich schwere Verläufe möglich. Bei der so genannten abortiven (gemilderten) Poliomyelitis (das Zentralnervensystem ist nicht betroffen) treten Fieber, Hals- und Kopfschmerzen sowie Übelkeit auf. Die nicht-paralytische Polio wird das zentrale Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen und es treten Rücken- und Muskelschmerzen sowie Fieber und ein steifer Nacken auf. Beim dritten Typ, der so genannten paralytischen Polio, ist ebenfalls das zentrale Nervensystem betroffen. Bei etwa einem Prozent aller Betroffenen äußert sich dieser Typ durch asymmetrische Lähmungen (z. B. an den Beinen) und bleibende Schäden am Körper.

 

In der oben bereits beschriebenen ersten Phase treten allgemeine Krankheitssymptome wie Appetitlosigkeit, Schluckbeschwerden, Fieber, Durchfall und Kopf- und Gliederschmerzen auf. In der zweiten Phase kann die Kinderlähmung auch eine Hirnhautentzündung oder Atemlähmungen verursachen, die zum Tod führen können. Die Diagnose Kinderlähmung wird zum einen anhand der Symptome und zum anderen durch den Nachweis der Erreger gestellt. Es muss in vielen Fällen eine so genannte Differential-Diagnose gestellt werden, um Krankheiten auszuschließen, deren Symptome denen der ersten Phase der Polio ähneln. Beginnt die zweite Phase der Krankheit, kann eine so genannte Liquoruntersuchung (Untersuchung des Hirnwassers) die Diagnose festigen, da im Hirnwasser eine Entzündung nachgewiesen werden kann, die sich durch erhöhte Werte von Eiweiß und normale Glukosewerte äußert.

Ursache, Therapie und Prophylaxe von Kinderlähmung

Die einzig mögliche Therapie von Kinderlähmung zielt immer auf die Linderung der Symptome. Eine Heilung der ursprünglichen Krankheit ist nicht möglich, da es bisher keine Medikamente gibt, mit denen das Virus direkt bekämpft werden kann. Besteht der Verdacht auf Kinderlähmung, muss sofort strikte Bettruhe eingehalten werden. Es sollte eine wechselnde Lagerung der Betroffenen stattfinden, um die Muskeln zu entspannen. Auch Krankengymnastik und zum Beispiel bei Atemlähmungen eine maschinelle Beatmung oder eine Betreuung auf der Intensivstation eines Krankenhauses können im Rahmen der Polio-Therapie eingesetzt werden. Es ist inzwischen möglich, einer Poliomyelitis vorzubeugen.

Am besten funktioniert es mit einer Impfung. Diese Impfung ist seit 1998 nicht mehr als Schuck-Impfung verfügbar, sondern es handelt sich um inaktivierte Polio-Vakzine (IPV), die unter die Haut gespritzt werden. Die Spritze hat den Vorteil gegenüber der Schluckimpfung, dass auch Betroffene mit einer Immunschwäche (z. B. Aids, HIV) ohne Risiko gegen Polio geimpft werden können. Da weltweit konsequente Massenimpfungen durchgeführt wurden, ist es vielen Ländern gelungen, die Kinderlähmung fast vollständig auszurotten. 

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