Infrarotstrahlung zum Heizen nutzen

Definiert wird Infrarotstrahlung als eine Form der Energie, die von warmen beziehungsweise heißen Objekten ausgestrahlt wird. Diese Wärmestrahlung entsteht zwischen Gegenständen und/oder Körpern, die eine unterschiedliche Temperatur aufweisen und sich zudem nicht berühren. Elektromagnetische Wellen übertragen die Wärme des heißeren Körpers oder Gegenstands auf kältere Objekte. Hierbei wird nicht die umgebende Luft, sondern direkt die jeweilige Oberfläche aufgewärmt oder erhitzt.

Physikalisch gilt es zwischen drei Arten der Infrarotstrahlung zu unterscheiden: Kurzwellige Strahlen weisen eine Wellenlänge von 0,78 bis 1,4 Mikrometer auf, mittelwellige liegen im Bereich von 1,4 bis 3 Mikrometer und langwellige haben eine Wellenlänge von 3 bis 14 Mikrometer. Innerhalb des elektromagnetischen Spektrums befindet sich die Infrarotstrahlung zwischen dem für uns sichtbaren Licht und dem Mikrowellenbereich. Die eigentliche Wärmestrahlung gründet sich auf den Bewegungen der Atome und Moleküle des jeweiligen Körpers oder Gegenstands. Ist die Temperatur eher niedrig, bewegen sich die Atome und Moleküle kaum. Bei entsprechend höheren Temperaturen kann eine umso höhere Beweglichkeit der Teile nachgewiesen werden. Je mehr sich die Atome und Moleküle bewegen, umso mehr Strahlung im infraroten Bereich vermögen sie abzugeben. Sobald der absolute Nullpunkt (bei -273,15 Grad Celsius) überschritten ist, strahlen die jeweiligen Objekte im Infraroten. Ist ein Gegenstand oder Körper nicht heiß genug, um für uns sichtbar zu glühen, wird der überwiegende Energieanteil als infrarote Strahlen ausgesendet.


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Das Prinzip der Infrarotstrahlung für Heizungen

Resultat jeglicher Infrarotstrahlung ist die Erwärmung von Objekten. Als Besonderheit dieser Strahlung ist die unmittelbare Wärmeweitergabe zu nennen. Das heißt, es geht keinerlei Wärme an die Luft verloren. Eben diese Tatsache wird von den Herstellern sogenannter Infrarotheizungen genutzt. So wie die Sonne die Wärme an die Erde weitergibt, vermag eine Infrarotheizung zielgerichtet die Wärmestrahlung an Gegenstände und Lebewesen abzugeben. Anders als bei der herkömmlichen Konvektionsheizung muss nicht durch stete Luftumwälzung der gesamte Raum erwärmt werden, sondern die Wärme kann direkt wirken. Dies führt zu einem als sehr angenehm empfundenen Raumklima. Als Materialien für eine Infrarotheizung kommen solche in Frage, die die Wärme gut speichern und gleichbleibend abgeben können. Gern genutzt werden Keramikplatten für die Oberfläche derartiger Heizungen. Aber auch speziell aufbereitete Granitplatten finden Verwendung. Die ansonsten eher langen Aufheizzeiten mit traditionellen Heizungen werden ersetzt durch die kurzfristige Wirkung der Strahlungswärme. Üblicherweise ist eine Infrarotheizung rückseitig mit einer guten Wärmedämmung versehen, so dass sie auch an einer Außenwand angebracht werden kann. Eine spezielle Variante der Infrarotheizungen sind Spiegelheizungen (oder auch Heizspiegel): Die Spiegelheizung dient nicht nur in Badezimmer oder Flur als Spiegel, sondern übernimmt zudem überaus platzsparend Heizfunktion. Die Wandflächenheizung vermag aufgrund ihrer großen Oberfläche von etwa 1,4 Quadratmetern durch exzellente Wärmestrahlung zu überzeugen. Bespannt werden kann die Oberfläche mit Naturstoffen (beispielsweise Baumwolle oder Leinen).

Eine Infrarotheizung ist wirtschaftlich und gesundheitlich empfehlenswert

Die gesundheitlichen Vorteile der auf Infrarotstrahlung basierenden Heizung sind insbesondere für Allergiker, Asthmatiker und Rheumakranke hervorzuheben. Sobald die abgegebene Strahlung auf die Haut trifft, wird sie in Wärme umgewandelt – und dementsprechend als angenehm wahrgenommen. Auf die Blutzirkulation wird eine beschleunigende Wirkung ausgeübt. Auf diese Art werden die Gefäße ein wenig erweitert und das erwärmte Blut wird umso besser im gesamten Organismus verteilt. Der vermehrt bei Betrieb einer Konvektionsheizung auftretende Staub ist durch Nutzung einer Infrarotheizung deutlich verringert. So ist im gesamten zu beheizenden Raum weniger Staub vorzufinden, der zudem nicht aufgewirbelt wird, da keine Luftumwälzung stattfindet. Diese Tatsache wird natürlich von allen Personen sehr geschätzt, die Probleme mit den Atemwegen haben oder Kontaktlinsenträger sind. Die gleichbleibende Luftfeuchtigkeit ist ein weiteres Plus in diesem Kontext.

Angesichts der Tatsache, dass die Außenwände durch das Heizen mit einer Infrarotheizung trockener bleiben als durch das herkömmliche Heizen, wird Schimmelbildung nahezu unmöglich gemacht. Selbstverständlich erzeugt Infrarotstrahlung keinerlei Abgase oder Feinstaub. Wirtschaftlich von Vorteil sind das Entfallen der Heiznebenkosten (Wartung, Reparatur und Schornsteinfeger) sowie die mögliche Absenkung der Raumlufttemperatur um zwei bis drei Grad Celsius im Vergleich zu Konvektionsheizungen. Da sich pro einem Grad Celsius Temperaturabsenkung etwa sechs Prozent Heizenergie einsparen lassen, besteht hier eine gute Gelegenheit, weitere Kosten einzusparen. Abschließend lässt sich festhalten, dass eine mit Ökostrom betriebene Infrarotheizung wohl die derzeit umweltfreundlichste Art zu heizen ist.

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