Krankentagegeld ist hilfreich – aber Achtung beim Versicherungsabschluss

Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer haben in Deutschland ein Anrecht auf Sonderleistungen ihrer Krankenkasse. Sie muss einem Arbeitnehmer, der länger als sechs Wochen krankgeschrieben ist, ein Krankentagegeld zahlen. Bislang kamen auch Selbstständige und Freiberufler, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichert waren, in den Genuss dieser Zahlungen. Die Gesundheitsreform brachte für diese Versichertengruppe jedoch einen herben Einschnitt. Krankentagegeld erhalten diese Versicherten nur noch, wenn sie dies als Wahlleistung bei ihrer Krankenkasse kostenpflichtig buchen. Aber auch für gesetzlich Versicherte gilt bei der Wahl der Krankenkasse: Erst alle online Angebote prüfen, dann den Vertrag abschließen. 


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Der gesetzliche Anspruch auf Krankentagegeld

Für Pflichtversicherte hat der Gesetzgeber den Anspruch auf Krankentagegeld ebenso klar formuliert wie die Voraussetzungen, die für die Zahlung erfüllt sein müssen. Arbeitnehmer mit einem maximalen Bruttoeinkommen von 3 375 Euro pro Monat haben nach sechs Wochen Krankheit Anspruch auf das Krankentagegeld. Wenn der Arbeitgeber nach sechs Wochen aus seiner Gehaltsfortzahlungspflicht entlassen wird, soll das Krankentagegeld die sozialen Härten abfedern, die durch den Wegfall des Gehalts entstehen würden. Ausschlaggebend für die Gewährung ist die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung des behandelnden Arztes.

Ob ein Arbeitnehmer arbeitsfähig ist oder nicht, richtet sich nicht nur nach seiner Erkrankung, sondern vor allem auch nach seiner Tätigkeit. Ein Patient, der nach einem Beinbruch einen Gehgips erhalten hat, kann durchaus für arbeitsfähig erklärt werden, wenn er eine sitzende Tätigkeit ausübt. Ein Bauarbeiter mit einer gleichen Diagnose gilt dagegen als arbeitsunfähig, weil ihm nicht zuzumuten ist, mit einem Gipsbein auf einer Baustelle zu arbeiten. Der Anspruch auf Zahlung des Krankentagegeldes besteht auch, wenn ein Patient nach sechswöchiger Erkrankung im Krankenhaus liegt oder sich in einer Reha- oder sonstigen Kureinrichtung befindet.

Ist die Arbeitsunfähigkeit durch einen Arbeitsunfall entstanden, zahlt nicht die Krankenkasse, sondern die gesetzliche Unfallversicherung.

Die Höhe des Krankentagegeldes liegt bei 70 Prozent des Gehalts. Die Krankenkassen sind bei der Berechnung behilflich, damit ein Leistungsempfänger genau weiß, welche Zahlungen er erwarten kann. Unterschiedlich handhaben die Krankkassen die Art der Erkrankung. Ist ein Patient chronisch krank oder erkrankt immer wieder an den selben Symptomen, kann die Zahlung des Krankengeldes befristet werden. Handelt es sich im Laufe der Zeit aber um unterschiedliche Krankheiten, führen die Kassen in der Regel so genannte „Zeitkonten“ für jede Erkrankung. Sonderregelungen bestehen nach Ablauf der dreijährigen Bindungsfrist.

Dann kann ein neuer Anspruch auf Zahlung von Krankentagegeld entstehen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Versicherte seit seinen letzten Krankengeldbezügen mindestens sechs Monate lang wieder erwerbsfähig war und auch nicht mehr wegen der Vorerkrankung krankgeschrieben. Anspruch auf Zahlung von Krankengeld haben im Übrigen auch Arbeitslose und Eltern, die ein krankes Kind zu pflegen haben. Auch in diesem Fall hat der Gesetzgeber klare Regeln vorgegeben, die bei den Krankenkassen zu erfragen sind. Der Anspruch auf Zahlung von Krankentagegeld erlischt, wenn der Versicherte eine volle Alters- oder Erwerbsunfähigkeitsrente erhält.

Wahltarife – Hier sind die privaten Krankenkassen oft eine gute Alternative

Wer ein Krankentagegeld als Wahlleistung mit seiner Krankenkasse vereinbaren will, sollte sich gründlich über die Vertragsbedingungen informieren. Wer sich für eine Krankentagegeldversicherung bei einer gesetzlichen Krankenkasse entscheidet, bindet sich für mindestens drei Jahre an diesen Anbieter. Eine Kündigung ist nicht einmal dann möglich, wenn die Kasse ihre Beiträge erhöht oder Leistungen kürzt.

Das bedeutet: Bei der Wahlleistung Krankentagegeld gilt das sonst übliche Sonderkündigungsrecht nicht. Dafür kann man bei den gesetzlichen Krankenkassen eine Krankentagegeldzahlung als Wahlleistung abschließen, ohne Auskunft über die eigene Gesundheit und die Krankengeschichte geben zu müssen. Dies ist bei den privaten Kassen anders. Dort bemisst sich der monatliche Beitrag für alle Leistungen nach Eintrittsalter, Geschlecht und gesundheitlicher Vorgeschichte.

Selbstständige und Freiberufler, die nicht nur die eigenen Lebenshaltungskosten absichern müssen, sondern auch Miete und Gehälter, können auch hierfür mit privaten Versicherungsgesellschaften ganz auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Verträge vereinbaren. Die Mindestvertragsdauer beläuft sich hier nur auf ein Jahr und endet automatisch, wenn die Selbstständigkeit endet. Frei wählbar ist auch der Beginn der Krankengeldzahlung. Es lohnt sich in jedem Fall, vor Vertragsabschluss die Angebote mehrerer Versicherungsgesellschaften gründlich zu vergleichen.

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