Mit einer Mietkautionsversicherung zu mehr Planungssicherheit beim Umzug schaffen?

Das Alter, in dem junge Menschen heutzutage von zu Zuhause ausziehen, sinkt seit Jahren ständig. Das liegt vor allem daran, dass besonders die Jungen räumlich flexibel sein müssen, wenn sie einen passenden Studien- oder Ausbildungsort finden wollen. Geeigneten Wohnraum zu ergattern, der dazu noch bezahlbar ist, ist vielerorts schon schwierig genug. Oft scheitern neue Mietverhältnisse aber bereits an einem anderen Kostenfaktor: der Mietkaution. Sind die Eltern des Studenten oder Auszubildenden nicht in der Lage, ihrem Sohn oder ihrer Tochter bei der Finanzierung dieser meist drei Monatsmieten betragenden Kaution zu helfen, scheitert die Mietaktion bereits schon an diesen notwendigen Voraussetzungen.

Vermieter wollen und müssen auf Nummer sicher gehen, um nicht auf ihren Kosten sitzenzubleiben, wenn ein Mieter seine Miete nicht mehr zahlen kann oder die Wohnung in einem Zustand hinterlässt, der dringende Renovierungen notwendig macht. Natürlich haben auch die Versicherungsgesellschaften hier einen neuen Erwerbszweig erkannt und bieten seit einiger Zeit eine so genannte Mietkautionsversicherung an. Wer sie in Anspruch nehmen will, sollte allerdings im Vorwege online ausführlich die Vergleichsangebote sichten, um nicht an den teuersten Anbieter zu geraten. Derzeit ist das Angebot noch überschaubar, denn diesen Versicherungszweig haben längst noch nicht alle Versicherungsgesellschaften für sich entdeckt.


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Ein neues Versicherungsangebot für Privatpersonen

Grundsätzlich funktioniert eine Mietkautionsversicherung folgendermaßen: Die Versicherungsgesellschaft übernimmt quasi die Bürgschaft für die zu zahlende Mietkaution und berechnet sich dafür einen jährlichen Beitrag. Dieser beträgt etwa 5,25 Prozent der Kautionssumme jährlich. Der Mieter erhält sich so seine wirtschaftliche Handlungsfreiheit, die er benötigt, um die neuen Wohnräume zu renovieren, notwendige Anschaffungen zu tätigen und den Umzug zu finanzieren.

Bevor eine solche Kautionslösung aber angestrebt werden kann, muss sich der Vermieter zunächst damit einverstanden erklären. In jedem Falle sollte ein Mieter, der mit einer Mietkautionsversicherung oder -bürgschaft arbeiten möchte, diese bereits bei einer Versicherungsgesellschaft seiner Wahl beantragen und die Zusage anschließend dem Vermieter vorlegen. Wenn dieser die Kaution aber lieber sicher auf einem eigenen Kautionskonto anlegen will, kann der Mieter seinen Antrag bei der Gesellschaft ohne, dass ihm dadurch zusätzliche Kosten entstehen, wieder zurückziehen. 

Mietkautionsversicherungen – nicht immer die beste Alternative

Finanzexperten beurteilen die neue Versicherungsart eher verhalten. Zwar ändert sich für Vermieter auf den ersten Blick nicht viel gegenüber der bisher üblichen Praxis. Hinterlässt der Mieter bei seinem Auszug die Wohnung in einem renovierungsbedürftigen Zustand oder hat er gar die letzte Miete nicht gezahlt, konnte der Vermieter zum Beseitigen der Schäden und zum Ausgleich des Mietkontos bislang auf die auf einem eigenen Mietkautionskonto liegende Kaution zurückgreifen. Nach Auszug des Mieters hatte der Vermieter außerdem Anspruch auf die angefallenen Guthabenzinsen.

Hat der Mieter dagegen eine Mietkautionsversicherung abgeschlossen, steht die Versicherung zwar für die entstandenen Kosten ein. Der Mieter hat den Vorteil, zu Beginn des Mietverhältnisses kein „totes Kapital“ an den Vermieter zu zahlen, sondern mit den „flüssigen“ Mitteln alles Notwendige an Ausgaben bestreiten zu können. Aber: Die jährliche Bereitstellungsgebühr für die Mietkaution wird von der Versicherungsgesellschaft nicht zurückerstattet. Und der Vermieter kann  nach der Beendigung des Mietverhältnisses nicht einmal über die Guthabenzinsen des Mietkautionskontos verfügen. Mieter, die nicht zwingend darauf angewiesen sind, ihre Barmittel als freie Manövriermasse zu erhalten, sind also ebenso wie die Vermieter finanziell mit einem Mietkautionskonto besser bedient. Seriöse Finanzberatungsunternehmen empfehlen Mietern wie Vermietern allerdings inzwischen, nach anderen Wegen der Bereitstellung der notwendigen Summe zu suchen.

Mieter, die ihre Barmittel dringend für sich benötigen, weil die anfallenden Ausgaben noch sehr hoch sind, können versuchen, über Privatdarlehen, für die sie geringe Zinsen zahlen, die Kaution doch noch zu finanzieren. In der Regel zahlen sie bei einer solchen Lösung weniger Zinsen als bei den Banken allgemein üblich. Der Vermieter könnte nach dem Auszug des Mieters wieder mit den Guthabenzinsen rechnen. Bezüglich der Anlage des Geldes gibt es nach Expertenmeinung allerdings für beide Teile deutlich interessantere Varianten als das traditionelle Mietkautionskonto mit seinen geringen Guthabenzinsen. Mieter und Vermieter, die gemeinsam einen sinnvollen und lukrativen Weg der Geldanlage finden, könnten beide von diesem Depotgeld profitieren.

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