Plötzlicher Kindstod

Kinder beim Arzt

Verstirbt ein Baby völlig unvorhergesehen und ohne sichtbare Ursachen im Schlaf spricht man vom plötzlichen Kindstod, auch als Sudden Infant Death Syndrome (SIDS) bekannt. In der Regel gibt es keine Erklärungen für den Tod des Babys. Jedoch gibt es Risikofaktoren, wie das Schlafen in Bauchlage, Rauchen während der Schwangerschaft oder Stillzeit. Wenn diese Faktoren vermieden werden, kann man auch das Risiko für den plötzlichen Kindstod verringern. Eine verbesserte Vorsorge hat außerdem die Anzahl der am plötzlichen Kindstod verstorbenen Kinder reduziert. Trotzdem waren im Jahre 2007 immer noch über 200 Babys betroffen. Eine gute Aufklärung über die Risikofaktoren und Informationen über das richtige Verhalten im Ernstfall können wesentlich zur Vermeidung des plötzlichen Kindstods beitragen.


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Ursachen von plötzlichem Kindstod

Die Risikofaktoren dafür, dass ein plötzlicher Kindstod passiert, sind inzwischen bekannt, jedoch nicht die tatsächlichen Ursachen. Es gibt inzwischen Hinweise auf eine genetische Disposition, die in Kombination mit anderen Einflüssen zum plötzlichen Kindstod führen kann. Als Faustregel kann man damit rechnen, dass das Risiko mit zunehmendem Alter des Kindes geringer wird. Es wird inzwischen angenommen, dass eine Kombination bestimmter Faktoren vorkommt, damit ein Kind plötzlich und unerwartet im Schlaf stirbt.

 

Zu diesen Risikofaktoren zählen die Bauchlage des Kindes und eine Überwärmung im Kinderbett, Rauchen oder Drogenkonsum in der Schwangerschaft oder Stillzeit, ein Alter der Mutter unter 20 Jahren, Mehrlings- oder Frühgeburten, ein niedriger sozialer Status sowie Verzicht auf das Stillen des Babys. Etwa 80 Prozent der Babys, die am plötzlichen Kindstod verstarben, waren dabei in Bauchlage. Als weitere Ursachen können ein unreifer Atemantrieb und eine schwere Erweckbarkeit des Babys sowie die so genannten RS (respiratory-syncytical)-Viren, die zu Atemwegserkrankungen führen, auch eine Rolle spielen, wenn ein plötzlicher Kindstod vorliegt. Unter Umständen ist es auch möglich, dass ein Neurotransmitterdefekt, also ein Defekt bei bestimmten Botenstoffen im Gehirn dazu führen, dass trotz eines kritischen Sauerstoffgehalts im Blut kein Atemreflex erfolgt.

Verhalten im Notfall und Prophylaxe

Besteht ein Verdacht auf plötzlichen Kindstod, ist dies ein Notfall. Deshalb sollte immer ein Notarzt gerufen werden. Weiterhin muss sofort versucht werden, das Baby durch Mund-zu-Mund-Beatmung und Herzmassage zu reanimieren. Der Notarzt wird das Kind bei einem Verdacht auf plötzlichen Kindstod sofort in das nächste Krankenhaus bringen.

 

Um einem plötzlichen Kindstod vorzubeugen, sollten bestimmte Risikofaktoren reduziert werden. Besonders gefährdete Kinder können in Bezug auf Atmung und Herzfrequenz mit einem Monitor überwacht werden. Es empfiehlt sich, bestimmte Maßnahmen einzuhalten, um das Risiko zu minimieren. Hierzu gehört, dass das Baby im ersten Lebensjahr in Rückenlage schlafen sollte, dass die Schlafunterlage nicht zu weich ist. Wenn das Baby an einen Schnuller gewöhnt ist, sollte dieser auch im Schlaf verwendet werden. Wenn der Schnuller nachts herausfällt, sollte er dem schlafenden Baby nicht wieder in den Mund gesteckt werden. Die Mutter sollte während der Schwangerschaft und Stillzeit auf Nikotin und Drogen verzichten und es sollte auf eine Schlaftemperatur von etwa 18 Grad geachtet werden. Weiterhin ist zu beachten, dass der Kopf des Babys nicht durch Bettzeug, Nestchen oder Kuscheltiere bedeckt werden kann und das Baby in einem gut sitzenden Babyschlafsack und ohne Decke schläft. Wenn die Eltern eine Decke benutzen möchten, sollte diese nicht zu schwer sein und das Baby höchstens auf Brusthöhe bedecken. Halsketten, Ohrringe oder ähnliche Gefahrenquellen haben im Bett des Babys nichts zu suchen. Bei Stillkindern ist das Risiko geringer. Es empfiehlt sich also, mindestens in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich zu stillen, um das Risiko für das Kind so gering wie möglich zu halten.

 

Außerdem sollten die Termine zu den Vorsorgeuntersuchungen eingehalten werden, damit der Kinderarzt Anzeichen rechtzeitig erkennen und entsprechend handeln kann. Die Eltern sollten einen Kurs zu ersten Hilfe bei Babys absolvieren, um im Notfall mit einer Herzmassage oder Mund-zu-Mund-Beatmung zu reanimieren. Bei Fragen zum plötzlichen Kindstod steht der Kinderarzt gerne zur Verfügung. Ihm können die Eltern auch eventuelle Auffälligkeiten mitteilen. Wenn Symptome wie Atempausen, blaue Flecken auf der Haut oder auffällige Blässen, häufiges Erbrechen oder Verschlucken sowie scheinbar grundloses Fieber vorliegen, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

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