Das Schielen - Hilfe vom Augenarzt

Schielen bei Kindern

Schielen ist eine Stellungsanomolie der Augen, bei der ein Auge in eine andere Richtung blickt als das andere. Es gibt verschiedene Formen und Ursachen des Schielens. Es kann ständig vorhanden sein oder nur vorübergehend bestehen. Schielen kann einseitig vorkommen oder abwechselnd auftreten. Nach der Richtung des Schielens unterscheidet man Einwärts-, Auswärts- und Höhenschielen. Diese Schielformen können erblich sein, kommen aber auch in sonst nicht betroffenen Familien vor. Am häufigsten ist bei Kindern das frühkindliche Schielen, bei dem die Augenbewegungen nicht genügend aufeinander abgestimmt (koordiniert) sind, gleichzeitig fehlt die Fähigkeit zur Verschmelzung (Fusion) beider Netzhautbilder im Gehirn (oder sie ist ungenügend). Einem scheinbar vorübergehenden Schielen liegt häufig ein wenig auffälliges Kleinwinkelschielen (ein Mikrostrabismus) zugrunde; auch dabei besteht die Gefahr, dass das abweichende Auge geschädigt wird.

 

Eine häufige Mitursache des Schielens ist eine Fehlsichtigkeit. Stärkere Weitsichtigkeit kann Einwärtsschielen auslösen, weil das Kind beim Sehen in die Ferne die Augenlinse krümmen (akkommodieren) muss und die Bilder beider Augen im Gehirn nicht richtig verschmolzen werden. Mit der Akkommodation (Anpassung) ist Konvergenz gekoppelt (eine gleichsinnige Wendung beider Augen nach einwärts). Schielen kommt außerdem bei stärkerer einseitiger Kurzsichtigkeit (Myopie) oder Zerrsichtigkeit (Astigmatismus) sowie bei anderen vorwiegend einseitigen Sehstörungen vor, z. B. bei einer Linsentrübung (Katarakt). Die unterschiedliche Bildqualität verhindert dabei eine Verschmelzung der Seheindrücke.

 

Das Lähmungsschielen ist die Folge einer Schwäche oder einer Lähmung von äußeren Augenmuskeln und kann angeboren oder erworben sein.

 

Lähmungsschielen ist die Folge einer Schwäche oder eine Lähmung von äußeren Augenmuskeln und kann angeboren oder erworben sein. Lähmungsschielen kommt nicht selten bei einer, Hirnentzündung oder Hirngeschwulst vor.


Suchen Sie in unserer Datenbank:

Krankheitserscheinungen an den Augen

Das frühkindliche Einwärtsschielen tritt in 70 % im 1. Lebensjahr auf, seltener im 2. Lebensjahr und manchmal erst im 3. Lebensjahr, wird aber oft erst im 4. Lebensjahr bemerkt. Höhenschielen kommt oft im 2. Lebensjahr hinzu. Dabei fehlen Doppelbilder. Die Kopfhaltung ist bei spätem Auftreten normal, und der Schielwinkel ist bei wechselnder Blickrichtung mehr oder weniger gleich bleibend. Bei frühem Auftreten findet sich oft eine besondere Kopfhaltung: Der Kopf wird zur Seite des jeweils fixierenden Auges gewendet, das einwärts schielt. Wenn Einwärtsschielen erst im 4. Lebensjahr oder später auftritt, kommt es zu Doppeltsehen und zu entsprechenden Äußerungen des Kindes, die man nicht überhören darf.

 

Beim Schielen wegen Fehlsichtigkeit ist Einwärtsschielen die Folge einer stärkeren Weitsichtigkeit (aber nicht alle weitsichtigen Kinder schielen). Es kann ständig vorhanden sein oder nur zeitweilig auftreten (bei Akkommodation, d. h. einer Veränderung der Linsenkrümmung beim Sehen). Durch eine Brille versucht man, den akkommodativen Anreiz beim Schielen auszuschalten. Schielen, das allein durch Weitsichtigkeit bedingt ist, kommt sehr selten vor. Meist besteht trotz Brille weiterhin ein wenig auffälliges Restschielen, das fast immer einseitig ist. Wenn beim Fixieren immer nur ein Auge benutzt wird, kann sich durch Bildunterdrückung des anderen Auges eine Sehschwäche (Schielamblyopie) entwickeln.

 

Das Lähmungsschielen ist bedingt durch Überwiegen des Gegenspielers eines gelähmten Augenmuskels. Dabei treten am Anfang Doppelbilder auf. Um diese zu vermeiden, hält das Kind den Kopf meist schief (und gleicht damit die Lähmung aus), oder es bedeckt häufig ein Auge, um das Doppeltsehen zu verhindern. Der Schielwinkel ist bei wechselnder Blickrichtung verschieden, da nur ein Augenmuskel oder nur ein Teil der Augenmuskeln gelähmt ist. Bei längerem Bestehen von Lähmungsschielen wird das Doppelbild schließlich völlig unterdrückt, wodurch eine Amblyopie (Sehschwäche) entsteht. Jedes Schielen (besonders wenn es plötzlich auftritt) erfordert eine sofortige augenärztliche Untersuchung. Schielen kann auch durch Verlust der Sehkraft eines Auges (z. B. infolge einer Geschwulst) hervorgerufen werden; dann weicht das sehschwache Auge plötzlich von der Blickrichtung des gesunden Auges ab.

Behandlungen von Augenerkrankungen und Schielen

Das Ziel der Schielbehandlung ist es, die volle Sehkraft jedes Auges zu erhalten, die falsche Augenstellung zu korrigieren und ein beidäugiges Sehen zu ermöglichen. Eine Weit-, Kurz- oder Zerrsichtigkeit als Ursache des Schielens wird durch Brillengläser korrigiert. Wenn eine angeborene Linsentrübung (Katarakt) vorliegt, kann diese oft durch eine Operation beseitigt werden. Aussicht auf Erfolg besteht aber nur, wenn diese Operation frühzeitig vorgenommen wird. Bei einer Sehschwäche, die durch Schielen entstanden ist, kann man das Kind durch Abdecken des führenden Auges (oder abwechselndes Abdecken beider Augen) dazu bringen, auch das in der Sehkraft geschwächte Auge zu benutzen.

 

Das gelingt entweder durch eine Mattfolie auf der Brille oder durch ein Augenpflaster. Häufig ist eine Schieloperation notwendig. Eine operative Korrektur der falschen Augenstellung geschieht durch Verkürzung oder Verlängerung bestimmter Augenmuskeln wodurch ihre Wirkung verstärkt bzw. abgeschwächt wird. Bei den Kindern genügen 1 oder 2 chirurgische Eingriffe, um ein günstiges Resultat zu erhalten; manchmal sind mehrere Eingriffe notwendig, vor allem, wem zeitig Höhenabweichungen bestehen.

Aminosäuren

Lassen Sie Ihre Muskeln wachsen, mit dem richtigen Eiweiss.

Bestellen Sie gleich hier!

Tarifvergleich

Online Ihre Versicherungen vergleichen und einfach abschließen.

Hier zum Vergleich!

Vitamine

Vitamine lebensnotwendig für Ihren Körper.

Erfahren Sie mehr!

Leberreinigung

Reinigen Sie Ihre Leber nach Dr. Hulda Clark.

Gleich bestellen!