Vorhofflimmern - Allgemeine Informationen und Ursachen

Hilfe bei Vorhofflimmern

Beim Vorhofflimmern handelt es sich um eine Herzrhythmusstörung, die besonders bei älteren Menschen oft auftritt. Dieses Herzflimmern stellt die häufigste Herzrhythmusstörung dar, von der alleine in Deutschland etwa 300.000 Menschen betroffen sind. Hierbei betrifft die Krankheit etwas häufiger Männer als Frauen. Im Gegensatz zum so genannten Kammerflimmern (lebensbedrohliche pulslose Herzrhythmusstörung) ist das Flimmern an sich nicht lebensbedrohlich, es können jedoch ernste Folgeschäden auftreten. So erleiden etwa 6 Prozent der betroffenen Patienten irgendwann einen Schlaganfall und die Anzahl der Krankenhausaufenthalte hat seit in zehn Jahren zugenommen.

Etwa 70 Prozent der auftretenden Attacken werden vom Betroffenen gar nicht wahrgenommen. Beim Vorhofflimmern zieht sich die Muskulatur des Vorhofs sehr schnell zusammen und die Vorhöfe können aufgrund der Geschwindigkeit keine gute Pumpleistung mehr erbringen und die Herzkammern nicht mehr füllen. Dadurch sinkt das so genannte Schlagvolumen der Herzkammern um etwa 20 Prozent. Vorhofflimmern wird mit einem erhöhten Auftreten von Blutgerinnseln in den Vorhöfen des Herzens in Verbindung gebracht.

Die Ursache für dieses schnelle Zusammenziehen der Vorhofmuskulatur sind sehr oft krankhaft veränderte Herzmuskelzellen in den Vorhöfen. Krankheiten wie Vergrößerungen der Vorhöfe, Bluthochdruck, eine Schilddrüsenüberfunktion, koronare Herzkrankheit, Erkrankungen der Herzklappen und Herzmuskeln sowie Alkoholmissbrauch kommen ebenfalls als Ursache in Frage. In etwa zehn Prozent der Fälle kann keine organische Ursache festgestellt werden. Man spricht dann vom idiopathischen Vorhofflimmern. 


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Vorhofflimmern - Symptome und Diagnose

Nicht in allen Fällen äußert sich ein Vorhofflimmern durch deutliche Symptome und die Herzrhythmusstörung bleibt von den Betroffenen meistens unbemerkt. Tritt diese Störung jedoch neu auf, sind die Patienten körperlich oft nicht sehr belastbar und leiden schnell unter Atemnot. Auch Anzeichen wie Herzstolpern oder -klopfen, Brustschmerzen, Beklemmungs- und Angstgefühle können auf Vorhofflimmern hindeuten. Mögliche Spätkomplikationen sind zum Beispiel Embolien in den Beinarterien oder Schlagfälle. Ein chronisches Vorhofflimmern führt bei den Betroffenen oft zu einer Anpassung an die Rhythmusstörung, so dass sie diese kaum noch wahrnehmen.

Eine stärkere Schwankung der Herzfrequenz kann jedoch schnell zu Beschwerden führen. Eine schnelle und sichere Diagnose kann wie bei allen Herzrhythmusstörungen durch Schreiben eines EKG (Elektrokardiogramm) gestellt werden. Der Verdacht auf Vorhofflimmern entsteht meistens durch einen unregelmäßigen Puls. Mit einem EKG kann man außerdem Daten über die Grunderkrankung aufzeichnen, die das Herzflimmern auslöst. Bei Vorhofflimmern, das gerade neu entdeckt wurde, ist es außerdem notwendig, nach Begleiterkrankungen (z. B. Schilddrüsenüberfunktion) oder organische Herzkrankheiten zu suchen. Wenn das Flimmern nur kurz anhält, ist es mit dem EKG nicht möglich, dieses aufzuzeichnen und es kommt ein so genanntes Langzeit-EKG zu Einsatz, bei dem die Herzkurven über 24 Stunden aufgezeichnet werden. Es gibt inzwischen sehr kleine, tragbare EKG-Geräte, die die Betroffenen in ihrem normalen Tagesablauf nur geringfügig beeinträchtigen. 

Therapie und Heilungschancen bei Vorhofflimmern

Zur Behandlung von Vorhofflimmern wird eine individuell auf den Betroffenen zugeschnittene Therapie vorgenommen. Ziel dieser Therapie in eine Wiederherstellung des normalen Herzrhythmus, was sowohl medikamentös als auch mit elektrischen Impulsen möglich ist. Tritt das Flimmern zum ersten Mal auf und hält aber dennoch länger an, kann man es mit der so genannten elektrischen Kardioversion behandeln. Hierzu werden zwei Elektroden auf dem Brustkorb angebracht und in Narkose mit einem Defibrillator ein kurzer, aber heftiger Stromstoß verabreicht wird.

Diese Behandlung ist in 90 Prozent der Fälle erfolgreich, jedoch ist sie bei neu auftretendem Flimmer nur in etwa einem Drittel der Fälle notwendig. Meistens stellt sich in einem solchen Fall bei zwei Dritteln der Betroffenen von selbst wieder ein normaler Herzrhythmus ein. Ebenfalls möglich ist die so genannte medikamentöse Kardioversion, um ein Vorhofflimmern zu behandeln. Sie dient dem Zweck, einen normalen Herzrhythmus herzustellen, dies geschieht jedoch nicht mit einem Stromschlag, sondern mit so genannten Antiarrhythmika.

Der Erfolg hängt bei der medikamentösen Behandlung davon ab, welches Mittel der Betroffene bekommt. Um einem Vorhofflimmern vorzubeugen, müssen begünstigende Faktoren wie Diabetes mellitus, Alkoholmissbrauch und Übergewicht zu meiden. Auch Grunderkrankungen sollten sofort behandelt werden. Allen Herzgefäßerkrankungen kann man vorbeugen, indem man regelmäßig Sport treibt, sein Gewicht regelmäßig kontrolliert, bzw. Übergewicht reduziert, sich ausgewogen ernährt, auf Nikotin verzichtet und Alkohol nur in Maßen zu sich nimmt.

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