Äußere Wärmedämmung am Haus

Wärmedämmung von aussen

Erste gesetzliche Vorschriften für Maßnahmen der Wärmedämmung wurden bereits in den 1970er Jahren beschlossen. Diese wurden beständig erweitert. Seit 2009 gilt hier die Energieeinsparverordnung (EnEV). Bei einem Neubau sorgt eine fachgerechte Außendämmung dafür, dass das Haus der EnEV für Primärenergiebedarf von 2009 gerecht wird. Für die Inhaber von älteren Bauten wird die Einhaltung dieser Verordnung dann zur Pflicht, wenn zum Beispiel die Fassaden oder das Dach saniert werden. Infrage kommt eine äußere Wärmedämmung für das Dach, die Fassade und die Kellerwände, wobei auch immer, wenn notwendig, die Sanierung der Fenster einbezogen werden sollte.

 

Die sparsamste Heizung und Warmwasserbereitung ist wenig effektiv, wenn das Haus über das Mauerwerk, eine unzureichende Dachkonstruktion oder Dachschäden und eine mangelhafte Isolierung der Grundmauern im Keller zu viel Wärme nach außen verliert und durchlässig für Feuchtigkeit ist.

 

Einer Außendämmung sollte für die Mauer- und Dachisolierung, überall wo es möglich ist, der Vorrang gegeben werden. Die Innendämmung ist die weniger kostspielige Variante. Allerdings geht sie auf Kosten von nutzbarer Fläche der Innenräume und beeinträchtigt über längere Zeit das normale Wohnen im Haus. Außerdem bleibt die Aufnahme von Kälte und Feuchtigkeit der äußeren Bereiche dadurch unbeeinflusst. Es können sich Durchlässe für Feuchtigkeit bilden. Diese Variante der Wärmeisolierung sollte besonders dann in Betracht gezogen werden, wenn es sich um ein Haus unter Denkmalsschutz handelt oder aus anderen Gründen die äußeren Fassaden unbedingt in ihrer Ursprünglichkeit erhalten bleiben sollen.


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Möglichkeiten der Außendämmung

Bei der Außendämmung der Fassade kommen unterschiedlichste Materialien und verschiedene Methoden infrage. Es kann das Wärmeverbundsystem gewählt werden, bei dem die Dämmung direkt auf die Fassade des Hauses aufgebracht wird. Eine andere Variante ist die Vorhangfassade, die jedoch vorrangig für größere Bauten infrage kommt. Handelt es sich um ein zweischaliges Mauerwerk, so kann auch eine Einblasdämmung sehr sinnvoll sein. Diese wird in den Zwischenraum der Mauerwerkschalen eingeblasen.

 

Für das Dach ist die Wärmedämmung in der Regel in dem Rahmen einer Aufsparrendämmung vorzunehmen. Von sehr großer Bedeutung ist die Abdichtung der Bauteile, die in Berührung mit dem Erdreich stehen, also der Keller und die Fundamentmauern. Die Perimeterdämmung im Keller wird in der Regel von innen angebracht. Hier kommen Abdichtungsbahnen, Styropor, Abdichtungsschlämme und andere Techniken der Wärmedämmung infrage. Stellt es sich als notwendig heraus, hier eine Dämmung außen vorzunehmen, müssen diese Mauerbereiche zuvor freigelegt werden.

 

Als Materialien für eine Außendämmung kommen zahlreiche Dämmstoffe in Betracht. Dies können Mineralwolle, Hartschäume oder Dämmplatten aus Styropor oder für die Einblasdämmung Holzfasern, Granulate oder auch Zellulose-Flocken.

 

Die Art der Außendämmung sollte sich immer nach den Gegebenheiten des Hauses richten. Nicht alle Maßnahmen können bei jedem Haus angewandt werden. Hier spielen auch statische und andere technische Voraussetzungen eine wichtige Rolle.

Wärmedämmung muss fachgerecht vorgenommen werden

Um durch eine Außendämmung wirklich eine Energieeffizienz zu erreichen und das Haus dauerhaft in Bestand und Wert zu steigern, müssen Maßnahmen der Wärmedämmung immer fachgerecht vorgenommen. Eine lückenhafte oder nicht der Statik entsprechende Dämmung birgt die Gefahren, dass sich Feuchtigkeit über mangelhafte Aufbringung der Dämmstoffe Eingang verschafft. Über solche Wege findet die Feuchtigkeit Wege ins Mauerwerk, und es kann zur Schimmelbildung kommen.

 

Daher sollte immer ein Fachmann hinzugezogen werden, wenn es um die richtigen Maßnahmen für eine Wärmedämmung geht. Dies sollte auch dann getan werden, wenn die Eigentümer des Hauses die Anbringung der Außendämmung in Eigenleistung vornehmen möchten. Außerdem ist das Gutachten des Sachverständigen, besonders bei Teilsanierungen, eine Voraussetzung, um Förderungsgelder für die Sanierung zu erhalten. Wer in Eigenregie die Wärmedämmung am Haus vornehmen möchte, sollte sich hier sehr umfassend beraten lassen, um Fehler zu vermeiden.

 

Nur eine fachgerechte Wärmedämmung kann nachhaltig Energie einsparen. So liegen Ergebnisse von einem Musterhaus ohne Dämmung von Bauherren vor, bei dem die Verluste an Wärme 28.684 Kilowattstunden jährlich betrugen. Durch eine gute Dämmung können diese Verluste auf 9.134 KWH, also gut zwei Drittel gemindert werden.

 

Wurde an einem Haus eine umfassende Außendämmung angebracht, so muss das Heiz- und Lüftungsverhalten dem angepasst werden, damit sich keine Feuchtigkeit in Innenräumen ansammeln kann. 

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